Sonntag, 15. September 2013

Rezension: Chroniken der Unterwelt City of Bones - Film

Hallo ihr Lieben,
hier ist meine verspätete Kritik zu Chroniken der Unterwelt.
Ich habe den Film  spontan geschaut, weil mich die Materie schon ein wenig reizt aber die Kritiken die ich bisher gelesen habe so unterschiedlich waren, dass ich mir eine eigene Meinung bilden wollte.



Die Geschichte erzählt von der durchschnittllichen Clary Fray (Lily Collins), die eines Tages nach Hause kommt und die Wohnung ihrer Familie total verwüstet vorfindet. Ihre Mutter Jocelyn (Lena Headey) , die sie kurz zuvor versucht hat anzurufen, ist spurlos verschwunden. Kurz zuvor trifft Clary auf einer Party auf den mysteriösen Jace Wayland (Jamie Campbell Bower), den anscheinend nur sie sehen kann, denn ihr bester Freund Simon (Robert Sheehan) sieht Jace und dessen Begleiter nicht. Durch die Begegnung mit Jace stellt sich schnell heraus, dass Clary und ihre Mutter zu einer langen Linie von sogenannten Schattenjägern, welche Dämonen jagen,  gehören. Durch diese Erkenntnis ändert sich Clarys Leben komplett. Sie wird von Jace in die Gesellschaft von Schattenjägern eingeführt. Mit seiner Hilfe und der der anderen Schattenjäger begeben sie sich auf die Such nach Clarys Mutter. Doch es scheint mehr als dies auf dem Spiel zu stehen, denn schon bald begegnen sie dem gefährlichen Valentine Morgenstern, der riesige Armee von übernatürlichen Wesen um sich geschart hat....

Und hier ist der Trailer zum Film:








Ich habe versucht sehr unbefangen in "Die Chroniken der Unterwelt - City of Bones" zu gehen. Denn die vielen verschiedenen Rezensionen die ich vorher gelesen hatte, waren in der Gesamtressonanz eher negativ. Auch habe ich das Buch vorher nicht gelesen, da man meist im Vergleich zwischen Buch und Film merkt, dass der Film eine totale Entäuschung ist, wie zum Beispiel bei Harry Potter. Aber ich bin der Meinung, dass der Film einfach eine ganz andere Sache ist, als ein Buch und vermutlich viele Dinge die im Buch funktionieren, für den Durchschnittsmenschen einfach stinklangweilig wären. Filme müssen sich aber verkaufen, daher ist es logisch, dass sie die Buchvorlagen so anpassen, dass der entstehende Film eine breite Masse anspricht, auch die die nicht lesen. ;)


So aber jetzt zu meinem Eindruck vom Film.

Als ich den Inhalt des Buches und des Films im Internet gelesen habe, fande ich die Handlung sehr interessant, denn mit der Materie Schattenjäger hatte ich bis dahin nicht viel zu tun. Auch wenn man die Schattenjäger sicher mit Vampirjägern und Dämonenjägern aus anderen Büchern gleich setzen kann, nur dass sie eine besondere Art von Magie nutzen: Runenmagie. Und genau das fande ich sehr faszinierend, weil ich finde Runen unheimlich toll. Ansonsten ist der Plot jetzt nicht sonderlich extravagant: Ein normales Mädchen, trifft auf einen merkwürdigen, kalt wirkenden Jugen, der sie in eine besondere Welt entführt. Dann entdeckt das besagt Mädchen, dass sie selber besonders ist und kämpft gegen das Böse. Nach diesem Prinzip sind heutzutage sehr viele Fantasybücher aufgebaut um so spannender, sind für mich die Details um den Grundplot herum. Rein handlungsmäßig konnte ich das besondere an dem Film nicht wirklich feststellen.

ES FOLGT SPOILER: BITTE EINFACH MARKIEREN! 
Einzig allein die Stelle an der in den Raum geworfen wird, dass Jace und Clary Geschwister sind fande ich sehr gut, wobei der Film diese Pointe versaut, in dem von Anfang an gesagt wird, dass dies nur eine Lüge ist. Von dieser Stelle waren auch viele Fans der Bücher enttäuscht, wie ich im Internet lesen konnte.

Was mich auch an dem Film genervt hat, war die kitschige Liebesszene zwischen Jace und Clary im Institutsgarten. Die Blumen haben sich um Mitternacht alle geöffnet, die Musik wurde immer dramatischer und zum Schluss gingen dann auch noch die Sprenkleranlagen an und die beiden küssten sich.
Die Blumen waren echt super animiert und es sah sehr beeindruckend aus. Aber es war einfach von allem zu viel.  























Der Einstieg in die Handlung war für mich aber sehr einfach, da viele Dinge über die Schattenjäger und die anderen Wesen, sowie den Kelch der Engel erklärt wurden. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass dies für die Menschen, die die Bücher gelesen haben einfach zu viel Erklärerei war.

Die Musik war meiner Meinung nach ab und zu einfach etwas fehl platziert und auch nicht immer passend.

Die Animationen hingegen waren wunderschön. Besonders beeindruckend war die "wahre" Gestalt des Instituts und der Kelch der Engel.

Die Kostüme wiederum waren absolut gewöhnungsbedürftig. Zumindest die von Clary und Isabelle. Beide rannten den ganzen Film über mit Klamotten herum die mich teilwiese an eine Mischung aus Dominas und Prostituierten erinnerten. Alle Jäger trugen schwarze Lederklamotten, was auf mich einfach sehr einfallslos gewirkt hat.























Nun möchte ich zu ein paar Figuren und deren Besetzung zu kommen. (Siehe Foto von Links nach Rechts)

Als erstes wäre da Clary welche von Lily Collins gespielt wurde. Ich finde, dass sie der Figur sehr gut tut und diese überzeugend spielt. Jedoch kam mir die Figur einfach prinzipiell von der Anlegung her sehr flach vor, wie viele Figuren im Film. Dies kann aber durchaus dem Film geschuldet sein. Merkwürdig an Clary im Film fande ich, dass sie erst sich über die "nuttigen" Klamotten beschwert und sie dann freiwillig zu tragen scheint. Das ergab für mich einfach keinen Sinn.

Auch wenn mich die Rolle des Simons normalerweise eher weniger reizt, da er der nette Kumpel von nebenan ist, welcher in die Hauptfigur unsterblich verliebt ist, fande ich sie sehr gut gespielt. Robert Sheehan hat mich in dieser Hinsicht sehr positiv überrascht.

Jace Wayland ist eine Figur mit der ich in der Verfilmung wenig anfangen konnte. Er wirkte kühl und distanziert. Natürlich hat dieser Art von Charakter seine Reize und in der Regel stehe ich auf solche Figuren, aber Jamie Campbell - Bower hat diese Figur einfach nicht ausgefüllt. Seine Gesichtsregung war teilweise nicht vorhanden und ich dachte mir im Kino, dass er Kristen Stewart in dieser Hinsicht fasst Konkurrenz machen kann.

Zu den beiden Lightwood Geschwistern kann ich nicht so viel sagen, da sie im Film sehr untergegangen sind in der Flut der verschiedenen Charaktere. Ich hoffe aber, dass sie in der Fortsetzung eine größere Rolle spielen und auch tiefgründiger beleuchtet werden nicht nur oberflächlich als die beiden Geschwister, die Schattenjäger sind.

SPOILER! Nachfolgende Zeilen wieder markieren ;)

 Auch wenn Alec in Jace verliebt ist und immer wieder mal sein Revier gegenüber Clary markiert, ist das ganze für mich einfach nur oberflächlich dargestellt. Am Ende des Films verliert er auf Grund seiner Verletzung sowieso mehr und mehr Bedeutung und ich hatte zu tun mich noch an Alec zu erinnern. 





















Total begeistert war ich von der Besetzung von Clarys Mum Jocelyn. Denn Lena Headey hat mich schon in Game of Thrones als hinterhältige Königin Cersei Lannister total überzeugt. Auch wenn ihre Rolle als Mum nichts total spannendes war, hat sie ihre Rolle sehr gut verkörpert. Ich hoffe doch, dass Clarys Mum in Teil 2 eine wichtigere Rolle spielt und Lena Headey dadurch auch öfter ins Bild kommt. (Ja, um dies herauszufinden müsste ich ja nur die Bücher lesen. Aber dazu sage ich am Ende der Kritik etwas. )

Sehr interessant fande ich ja auch die Rolle des Magnus Bane, dem großen Hexenmeister von Brooklyn. Ich hätte mir mehr Informationen von ihm gewünscht.

ACHTUNG SPOILER ! (WIEDER EINFACH MARKIEREN!)
Und auch mehr über die Geschichte, wie er Clarys Erinnerungen getrübt hat.  Merkwürdig fande ich auch, wieso er am Ende im Institut war und Alec geheilt hat. Entweder habe ich gepennt oder es ergibt einfach keinen Sinn. 

Auch bei dieser Figur erhoffe ich mir eine größere Präsenz in Teil 2.



















Die ganze Geschichte mit Valentine Morgenstern, der von Jonathan Rhys Meyers gespielt wurde, war mir einfach zu temporeich. Der "Superbösewicht" konnte in der Handlung nicht wirklich entfaltet werden und wurde einfach irgendwie rangepappt. Seine Spielleistung zu beurteilen fällt mir echt schwer, denn ich denke dass der Charakter so doof rüberkam lag eher am Drehbuch und der Art und Weise wie er präsentiert wurde, als an dem schauspielerischen Talent von Jonathan Rhys Meyers. Denn meiner Meinung nach ist er in die Tudors ganz gut.

Die Hauptkritik was die Figuren angeht ist für mich, dass meiner Meinung nach mit Stereotypen gearbeitet wird und kaum versucht wird, diesen Leben einzuhauchen.

Worüber ich abgesehen von dieser prinzipiellen Kritik sehr irritiert war, war die Tatsache dass der deutsche Schauspieler Elyas M´Barek teil des Casts war. Ich finde dass er ein furchtbarer Schauspieler ist und war daher sehr froh, dass er nur einen kleineren Auftritt als Vampirlord, der nicht einmal Text gesprochen hat, hatte. Ich hoffe doch sehr, dass dies auch dabei bleibt.



Prinzipiell klingt meine Kritik vermutlich sehr negativ. Dies liegt aber daran, dass diese negativen Sachen eher bei mir haften geblieben sind. Und ich den Film sehr auseinander genommen habe. Der Film hatte durchaus seine guten Momente. Und ich denke, dass besonders Teenager ihre Freude an dem Film haben werden. Außerdem sehe ich in der Handlung sehr viel potenzial und hoffe einfach, dass in Teil 2 das ganze mehr Tiefgang bekommt besonders in Bezug auf die Figuren.
Daher gebe ich dem Film leider nur  2 von 5 Federn. Jedoch geht meine Tendenz stark in Richtung 3 Federn. 





Das waren so meine Hauptgedanken die ich nach dem Film hatte. Nun frage ich Euch wie ihr den Film findet? Und ob ihr mir empfehlen würdet doch noch die Bücher zu lesen? Ich bin mir in dieser Hinsicht nach dem Film sehr unschlüssig.


Bis bald Eure Noa.





Quelle der Filmbilder: Constantin Film; Alle Rechte der Filmbilder liegen bei Constantin Film

:) :( :-/ :-* :-O X( :7 :-c ~X(

Kommentare:

  1. Hallo Noa,

    du musst unbedingt die Bücher lesen. Obwohl ich den Film prinzipiell nicht gar so schlecht fand, naja sagen wir es mal so: Ich habe meine Erwartungen lieber von vornherein niedrig gehalten, kommt der Film nicht mal ansatzweise an die Bücher ran. Beispielsweise ist Valentin eine meiner absoluten Lieblingscharaktere im Buch. Das Auftreten von Valentin im Film war ein Witz gegen die Bücher. Magnus ist nicht schlecht weggekommen, aber ebenfalls kein Vergleich zum Buch. Auf jeden Fall die Bücher lesen =)

    Schau mal auf meinem Blog, da ist was interessantes für dich ^^

    LG
    Anja

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    1. Hallo Anja,

      das klingt gar nicht so schlecht.
      Dann werde ich mir die Bücher doch bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen. Und ich hoffe doch sehr, dass sie um einiges besser sind.
      Lustigerweise fande ich den Film nach dem rausgehen auch gar nicht so schlimm. Aber dann als ich die Einzelheiten auseinander genommen habe ist mir irgendwie so vieles aufgefallen was mich einfach gestört hat.

      LG Noa

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  2. Hallo :-)
    Du hast dich ja bei meiner Challenge angemeldet .... Könntest du da vielleicht noch die Challengeseite erstellen und mir dann kurz die URL durchgeben? Danke :-)
    lg Favola

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  3. Ich liebe solche Geschichten, wenn sie geheimnisvoll sind! Wenn ich den Film gesehen habe, verzichte ich lieber auf das Buch, weil man meistens enttäuscht ist. Liebe Grüße

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